Der historische Bestand stand im Mittelpunkt der Umsetzung. Der Originalfußboden wurde geschützt und erhalten, notwendige Eingriffe und Stemmarbeiten auf ein Minimum reduziert. In den Büroräumen wurde ergänzend ein Tafelparkett verlegt, das sich am historischen Bestand orientiert. Die bestehende Fernwärmeversorgung des Hauses konnte für die neu installierten Heizkörper genutzt werden.
Auch bei den Oberflächen wurde behutsam vorgegangen: Gips-Spachtelungen und Dispersionsanstriche aus späteren Jahrzehnten wurden sorgfältig entfernt und durch natürliche, kalkbasierte Materialien ersetzt. Für die Wände kam ein Anstrich auf Basis von Zellulose-Leim und pflanzlichen Öl-Harz-Verkochungen zum Einsatz.
Die Farbgebung orientiert sich an historischen Fassungen. Eine bewusste Abweichung bilden die ursprünglich dunklen Holztäfelungen: In Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt wurden sie hell beschichtet, um den Räumen eine freundlichere und hellere Atmosphäre zu geben.
So entstand eine Sanierung, die möglichst viel historische Substanz bewahrt und gleichzeitig zeitgemäßen Komfort ermöglicht.